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Der jüdische Friedhof in Rödingen |
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Hier klicken: Zur Übersicht des Friedhofs
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Jüdischer Friedhof Rödingen: Der Denkmalgeschützte Friedhof befindet sich mitten in einem Wohngebiet am Rande der Ortschaft Rödingen. Als dieses Foto gemacht wurde, war die linke Hälfte des eisernen Eingangstores zuvor aus der Mauer gebrochen und hinter einem der Grabsteine deponiert worden. Dennoch macht die jüdische Begräbnisstätte einen recht gepflegten Eindruck. Foto: Eickenhorst |
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Die Geschichte des Friedhofs Rödingen: |
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Im Jahr 1675 ist der erste jüdische Friedhof in Rödingen nachweisbar. Er liegt direkt neben dem Weg von Palmenholtz nach Rödingen. Dieser Weg mündet in die heutige "Hohe Straße". Im Jahr 1745 wird im Verzeichnis des Geometers Ferdinand Paar über den Dingstuhl Rödingen der jüdische Begräbnisort erwähnt.
Im Jahr 1820 wird der jüdische Friedhof in Rödingen aus Platzmangel erweitert. Am 27. März 1820 kauft Philipp Ullmann von Adam Vasen für "2 Thaler und 22,5 Groschen" ein achtel Morgen bebaubares Land. Vierzig jahre später, im Jahr 1860 wird der Friedhof ein weiters Mal erweitert und ausserdem, aufgrund eines Gemeinderatsbeschlusses, mit Mauern umfasst. Mit einer Größe von 12,21 Ar wird der Friedhof im Rödinger Grundbuch eingetragen. Er gehört jetzt dem Synagogen-Verband Jülich.
1931 stirbt Frau Henriette Horn im Alter von 97 Jahren. Ihr Begräbnis am 15. März 1931 ist die letzte jüdische Beerdigung, die in Rödingen stattfindet. Acht Jahre später, im Februar des Jahres 1939, wird die Jülicher Synagogengemeinde vom nationalsozialistischen Bürgermeister Albert Coenen gezwungen, ihm den Friedhof zu verkaufen. Entgegen dem jüdischen Glauben, wonach die Ruhe der Toten für immer gesichert ist, wird sie auf 30 Jahre festgesetzt. Nach dem Ende des nationalsozialistischen Schreckens in Deutschland, im Jahr 1953, meldet die "Jewish Trust Corporation" einen Rückerstattungsanspruch gegenüber Albert Coenen an. Ein Jahr später wird der Friedhof dann in zwei Teile aufgespalten: Der belegte Teil wird an die Jewish Trust Corp. zurückerstattet. Der Rest bleibt im Besitz von Albert Coenen und wird später an die Zivilgemeinde Rödingen wetergegeben.
Seit dem Jahr 1959 gehören die jüdischen Friedhöfe in Rödingen und Müntz dem Landesverband der jüdischen Gemeinden von Nordrhein. Im Jahr 1969 will die Gemeinde Titz einen Gedenkstein für die jüdischen Bürger, die früher hier wohnten, aufstellen. (Quelle: Projekt Rödinger Synagoge der Software-AG des Gymnasiums Zitadelle Jülich, 2001). Anm. des Verfassers: Dieser Stein wurde nicht aufgestellt, der Grund ist mir (noch) nicht bekannt.
Im Jahr 1986 wird der jüdische Friedhof Rödingen in die Denkmalliste von Titz eingetragen.
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